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Die
Bürgermeisterkampagne:
2020 Vision - atomwaffenfrei bis 2020
Die internationale Nichtregierungsorganisation "Mayors for Peace"
(Bürgermeister für den Frieden) hat im Oktober 2003 die Kampagne "2020
Vision" (zu deutsch: atomwaffenfrei bis 2020) gestartet. Mayors for
Peace ruft ihre momentan (1. Februar 2010) 3562 Mitgliedsstaedte in 134
Ländern auf, die Kampagne zu unterstützen, um sich so in die
Verhandlungen über Atomwaffen einzumischen. Sie werden dabei von
Friedensgruppen auf der ganzen Welt sowohl auf lokaler als auch
internationaler Ebene unterstützt. Am 18. Oktober 2007 erhielten die
Bürgermeister für den Frieden die Auszeichnung "Nuclear Free Future Award" in der
Kategorie "Lösungen".
Der Hiroshima Tag, war in diesem Jahr wieder
in vielen Städten Anlass, um in Veranstaltungen und bei Aktionen der
Opfer der Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki zu gedenken und die
Forderung nach vollständiger atomarer Abrüstung zu erneuern. Dass sich
für uns Deutsche damit auch die Forderung verbindet, nach Beseitigung
der letzten noch auf deutschem Boden lagernden atomaren Sprengköpfe,
das haben die Aktivitäten am Standort Büchel unterstrichen, die zu den
größten und vielfältigsten Aktionen in Deutschland gehörten, die es
seit dem Ende des Kalten Krieges gab. Zusammen mit den Organisationen
der Kampagne "unsere zukunft -
atomwaffenfrei" hatten auch die Mayors for Peace dazu aufgerufen.
atomwaffenfrei bis
2020
63 Jahre nach den Atombombenabwürfen auf
Hiroshima und Nagasaki weigern sich die Atommächte immer noch
abzurüsten und die meisten Nicht-Atomwaffenstaaten sehen keine Handhabe
dagegen. Die Bürgermeister von Hiroshima und Nagasaki appellierten
deshalb an uns alle, großen Druck auf die Verhandlungen über Atomwaffen
auszuüben. Eine internationalen Delegation der Bürgermeister für den
Frieden war seit 2005 bei den jährlichen Verhandlungen über den
Atomwaffensperrvertrag dabei.
Unser Ziel ist die verbindliche Vereinbarung
eines Zeitplans für die Abschaffung aller Atomwaffen in 2005, mit der
Abschluss einer Atomwaffenkonvention auf der Konferenz in 2010, um eine
atomwaffenfreie Welt bis 2020 zu erreichen.
Dieses Ziel ist nicht unrealistisch.
Schließlich haben wir bereits eine Chemiewaffen- und eine
Biowaffenkonvention. Fehlt noch eine Atomwaffenkonvention. Die Idee des
Bürgermeisters von Hiroshima, für eine solche Atomwaffenkonvention einzutreten, mit der die
Abrüstung aller Atomwaffen bis zum Jahr 2020 verbindlich vereinbart
wird, hat unter den Nichtregierungsorganisationen weltweit gezündet.
Wenn unsere Vision überzeugend bleiben soll,
muss sie nun zu einem Plan reifen. Mit dem Treaty on the
Non-Proliferation of Nuclear Weapons (NPT = Atomwaffensperrvertrag) als
Grundlage, haben wir einen Plan für unser Vorgehen vorgelegt in Form
eines Protokolls zu diesem Vertrag, das allen Staaten ermöglichen
würde, zur Verwirklichung der 2020-Vision beizutragen. Wir nennen
dieses Protokoll "Hiroshima-Nagasaki-Protokoll".
Es fordert die Regierungen dazu auf, sich ein für allemal auf die
Eliminierung der nuklearen Bedrohung zu konzentrieren.
Keine Wählerschaft ist mehr berechtigt, die
Wichtigkeit nuklearer Abrüstung vorzutragen, als die Repräsentanten der
Einwohnerinnen und Einwohner der Städte. Nukleare Waffen wurden
entwickelt wegen ihrer Kapazität zur Zerstörung der Städte, und bis zum
heutigen Tag ist diese Kapazität der Kern der nationalen
Sicherheitspolitik der Nuklearwaffenstaaten. Die Städte der Welt - in
denen heute mehr als die Hälfte der Menschheit lebt - haben sich klar
ausgedrückt: "Städte sind keine
Angriffsziele!"
Beteiligung vor
Ort
Um die notwendigen Schritte zur Überwindung der atomaren Bedrohung auch
in Deutschland stärker ins Bewusstsein zu rücken, ist es wichtig,
Aktionen vor Ort zu gestalten. In den über 320 deutschen Städten, die
bereits Mitglied der weltweiten Vereinigung Mayors for Peace sind,
sollen die Verwaltungen aufgefordert werden, sich aktiv an der Kampagne "2020 Vision"
zu beteiligen und mit örtlichen Friedensgruppen zusammen zu arbeiten.
In Orten, die nicht Mitglied sind, können die Bürgermeister eingeladen
werden, der Initiative "Bürgermeister für den Frieden" beizutreten.
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