Kurz vor dem 65. Jahrestag der Potsdamer Konferenz der Großmächte 1945 und vor den Gedenkveranstaltungen zu den Abwürfen der Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki haben sich die Mayors for Peace und Vetreter von Friedensinitiativen auf Bundes- und kommunaler Ebene über weitere Handlungsperspektiven ausgetauscht und verständigt.
Die VertreterInnen der deutschen Mitglieder der „Mayors for Peace“, unterstützen nachdrücklich das Ziel von US–Präsident Obama und der deutschen Bundesregierung, eine atomwaffenfreie Welt zu verwirklichen. Abrüstung und die Beseitigung von Atomwaffen schafft für die BürgerInnen unserer Städte und Gemeinden mehr Sicherheit. – „Städte sind keine Angriffsziele!“
In der von den Mayors for Peace in Potsdam verabschiedeten Erklärung ist auch die Forderung enthalten, das die Abgeordneten des Deutschen Bundestages dazu aufgefordert werden, "einen Beschluß über eine Nuklearwaffenkonvention herbei zu führen, der sich für einen unverzüglicher Beginn von Verhandlungen zu einer Nuklearwaffenkonvention ausspricht, die eine Ächtung von Atomwaffen vorsieht, wie es in der UN-Generalversammlung und durch den UN-Generalsekretär in seinem 5-Punkte-Plan bereits mehrfach vorgeschlagen wurde."
Ein besonderes Anliegen der Bürgermeisterkonferenz war eine Friedenswerkstatt, die unter Mitwirkung von Friedensinitiaven, die bundesweit, regional und kommunal aktiv sind, und gemeinsam mit Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern stattgefunden hat. Beteiligt waren u.a. Mayors for Peace, IPPNW - Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, Ärzte in sozialer Verantwortung e.V., IALANA, Juristinnen und Juristen gegen atomare, biologische und chemische Waffen / Für gewaltfreie Friedensgestaltung, die Pressehütte Mutlangen, das Europäische Jugendnetzwerk "Ban All Nukes Generation European Youth Network for Nuclear Disarment" (BANg), Vertreterinnen aus Bürgerinitiativen in Regionen und Kommunen, der Parteien Bündnis 90/ Die Grünen, LINKE und SPD, von Pax Christi und der Evangelischen Kirche, sowie Ärzte, Wissenschaftler und andere Aktivistinnen und Aktivisten der Friedenbewegung.
Auf dieser Veranstaltung wurde einerseits über Projekte der Friedenskultur diskutiert und andererseits über die weitere Entwicklung von Kooperationen zwischen den Initiativen, Netzwerken und Vereinen, gerade vor dem Hintergrund der kürzlich zu Ende gegangenen Überprüfungskonferenz zum Atomwaffen-Sperrvertrag in New York. In den Workshops wurde die Vernetzung des Engagements der Zivilgesellschaft und der Anti-Atomkraft-Bewegung am Beispiel der Anti-Atomwaffen- und Abrüstungsbewegung im Bezug auf die "sogenannte" friedliche Nutzung der Kernenergie thematisiert.
Sehr deutlich wurde in den Workshops, dass eine nachhaltige Zusammenarbeit innerhalb der Zivilgesellschaft mehr als notwendig ist, denn den Worten müssen Taten folgen. Die Zeit ist reif für mutige Schritte hin zu einer atomwaffenfreien Welt!
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