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Freitag, 18. Mai 2012

2020 Vision - atomwaffenfrei bis 2020

Die internationale Nichtregierungsorganisation "Mayors for Peace" (Bürgermeister für den Frieden) hat im Oktober 2003 die Kampagne "2020 Vision" (zu deutsch: atomwaffenfrei bis 2020) gestartet. Mayors for Peace ruft ihre momentan 4892 Mitgliedsstädte in 151 Ländern auf (Stand: 1. August 2011), die Kampagne zu unterstützen, um sich so in die Verhandlungen über Atomwaffen einzumischen. Sie werden dabei von Friedensgruppen auf der ganzen Welt sowohl auf lokaler als auch internationaler Ebene unterstützt. Am 18. Oktober 2007 erhielten die Bürgermeister für den Frieden die Auszeichnung "Nuclear Free Future Award" in der Kategorie "Lösungen".

Die Hiroshima- und Nagasaki-Tage (6. und 9. August) wird in 2011 unter dem Motto "Nacht der 100.000 Kerzen" wieder in vielen Städten und Gemeinden Anlass, um in Veranstaltungen und bei Aktionen der Opfer der Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki zu gedenken und die Forderung nach vollständiger atomarer Abrüstung zu erneuern. 66 Jahre nach den Atombombenabwürfen auf Hiroshima und Nagasaki weigern sich die Atommächte immer noch Verhandlungen für einen Nuklearwaffenkonvention aufzunehmen und die meisten Nicht-Atomwaffenstaaten sehen keine Handhabe dagegen. Die Bürgermeister von Hiroshima und Nagasaki appellierten deshalb an uns alle, großen Druck auf die Verhandlungen in New York im Mai 2010 über Atomwaffen auszuüben. Eine internationalen Delegation der Bürgermeister für den Frieden war seit 2005 bei den jährlichen Verhandlungen über den Atomwaffensperrvertrag dabei.

Unser Ziel ist, die verbindliche Vereinbarung eines Zeitplans für die Abschaffung aller Atomwaffen, dann der Abschluss einer Atomwaffenkonvention, um eine atomwaffenfreie Welt bis 2020 zu erreichen.

Dieses Ziel ist nicht unrealistisch. Schließlich haben wir bereits eine Chemiewaffen- und eine Biowaffenkonvention. Fehlt noch eine Atomwaffenkonvention. Die Idee des Bürgermeisters von Hiroshima, für eine solche Atomwaffenkonvention einzutreten, mit der die Abrüstung aller Atomwaffen bis zum Jahr 2020 verbindlich vereinbart wird, hat unter den Nichtregierungsorganisationen weltweit gezündet.

Keine Wählerschaft ist mehr berechtigt, die Wichtigkeit nuklearer Abrüstung vorzutragen, als die RepräsentantInnen der EinwohnerInnen der Städte und Gemeinde. Nukleare Waffen wurden entwickelt wegen ihrer Kapazität zur Zerstörung der Städte, und bis zum heutigen Tag ist diese Kapazität der Kern der nationalen Sicherheitspolitik der Nuklearwaffenstaaten. Die Städte der Welt - in denen heute mehr als die Hälfte der Menschheit lebt - haben sich klar ausgedrückt: "Städte sind keine Zielscheiben!"

Beteiligung vor Ort
Um die notwendigen Schritte zur Überwindung der atomaren Bedrohung auch in Deutschland stärker ins Bewusstsein zu rücken, ist es wichtig, Aktionen vor Ort zu gestalten. In den fast 400 deutschen und rund 70 österreichischen Städten und Gemeinden, die bereits Mitglied der weltweiten Vereinigung Mayors for Peace sind, sollen die Verwaltungen aufgefordert werden, sich aktiv an der Kampagne "2020 Vision" zu beteiligen und mit örtlichen Friedensgruppen zusammen zu arbeiten. In Orten, die nicht Mitglied sind, können die Bürgermeister eingeladen werden, der Initiative "Bürgermeister für den Frieden" beizutreten.

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Vereinte Nationen, New York, am 7. Mai 2010. Eine Delegation der Bürgermeister für den Frieden trifft sich mit US-Botschafterin Susan Burk (2. v. re.).

Informationspaket

Werben Sie weitere BürgermeisterInnen in Ihrer Umgebung oder in Partnerstädten für Mayors for Peace! Das Ziel ist, 5.000 Mitglieder bis zum Jahrestag des Atombombenabwurfs auf Hiroshima (6. August 2011) zu gewinnen. Sie können für Werbezwecke dieses Infopaket mit Informationen zu Mayors for Peace herunterladen:

zur Werbung neuer Mitglieder
» Informationen über die Konferenz der Bürgermeister

» Die Kampagne "2020 Vision"
» Petition "Städte sind keine Zielscheiben"
» Nagasaki-Appell 2009

für Deutschland
» Einladungsbrief von Bürgermeister Kazumi Matsui 
» Beitrittsformular
» Abschlusserklärung des 7. Treffens der deutschen Bürgermeister (2011)

für Österreich
» Einladungsbrief von Dr. Thomas Weninger, Generalsekretär des österreichischen Städtebundes
» Beitrittsformular für Österreich

Neueste Mitglieder

  • November 2011 Hanau (D)
  • Juli 2011 Berlin Charlottenburg-Wilmersdorf, Greven, Lutherstadt Wittenberg (D), Engerwitzdorf, Feldbach, Hohenems, Korneuburg, Oberpullendorf, raabs an der Thaya, Telfs (A)
  • Juni 2011 Versmold, Wolfenbüttel (D)
  • May 2011 Hard (A)
  • April 2011 Havixbeck (D)
  • März 2011 Bregenz, Dornbirn, Höchst, Kennelbach, Lech am Arlberg, Mellau, St. Gerold, Wolfurt (A)
  • Januar 2011 Utting am Amersee (D)
  • November 2010 Gütersloh, Schwerin (D)
  • Oktober 2010: Oberwölz Umgebung, Winkler bei Oberwölz (A)
  • September 2010: Kronberg (D), Bezau, Bludenz, Bürs, Lustenau (A)
  • August 2010 Blons, Damüls, Fontanella, Lauterach, Raggal, Sonntag, Thüringerberg (A)
  • Juli 2010: Ballenstedt, Hohen Neuendorf, Rodgau, Würselen (D)

Eröffnung der Ausstellung "Cities Are Not Targets" in der UN am 24. März 2011