Über achtzig Bürgermeister, Stadtbeamte, Mitarbeiter und Spender haben am Empfang der Mayors for Peace am 4. Mai in New York teilgenommen. Gastgeber waren John und Margo Catsimatidis in ihrem Appartement an der Fifth Avenue, ganz in der Nähe des Central Park in New York. Die Stargäste des Empfangs waren Michael Douglas und Yoko Ono, die den Mayors for Peace und ihrer Kampagne im Bezug auf die 2020-Vision beipflichteten.
Als erstes stellte Steve Leeper, der Vorsitzende der Hiroshima Peace Culture Foundation, Shegeko Sasamori vor, eine Hibakusha, also eine der 25 Frauen, die als „Hiroshima Maidens“ bekannt sind und die von Norman Cousins nach New York geholt wurden, um dort operiert zu werden. Ihre Rede als Überlebende war eindrucksvoll und inspirierend. Sie rief die Erinnerung an jene Momente wach, als die Atombombe explodierte, ein Viertel ihres Körpers vergrub und Zerstörung über die ganze Stadt Hiroshima brachte: „Ich sah das Flugzeug. Der Himmel war blau und wunderschön. Keiner von uns war in der Lage, einen Atemzug zu tun. Unsere Kleidung wurde uns von den Leibern gerissen. Ein Viertel meines Körpers wurde verbrannt, aber gefühlt habe ich nichts. Ich war geschockt. Dann habe ich gesehen, wie grauenvoll es allen um mich herum erging. Grauenvolle Geschichten. Ich muss immer noch weinen, wenn ich darüber spreche. Meine Freundin lebte noch, aber die Hälfte ihres Körpers war unter einem brennenden Haus begraben. Ihre Mutter konnte sie nicht retten und musste sich von ihr verabschieden, um ihre anderen beiden Kinder zu retten“. Frau Shigeko Sasamori konnte in die USA reisen. Man hatte ihr erzählt, US-Amerikaner seien Monster, „aber sie waren sehr freundlich zu mir. Sie sahen anders aus, aber ihre Herzen waren die gleichen. Es haben sich so viele US-Amerikaner bei mir entschuldigt, aber ich habe ihnen gesagt: Wofür? Ihr habt mir das nicht angetan! Ihr braucht euch nicht zu entschuldigen“. Hibakushas sind nicht rachsüchtig, und durch ihre Weisheit legen sie Zeugnis von dem ab, was geschehen ist, um sicherzustellen, dass niemand jemals wieder zulässt, dass eine Bombe auf Menschen geworfen wird. Der Abschlussappell fasst den Sinn unserer Kampagne zusammen: „Wenn es uns nicht gelingt, Atomwaffen abzuschaffen, ist die Welt dem Untergang geweiht. Ich danke den Mayors for Peace, die von Bürgermeister Akiba geleitet werden – mit der Unterstützung kluger Anführer wie John Catsimatidis, Michael Douglas und Yoko Ono haben wir eine Chance. Gebt dem Frieden eine Chance. Erhebt eure Stimmen mit ihnen im gemeinsamen Ruf nach atomarer Abrüstung bis 2020!“
Michael Douglas sprach sich ebenso für atomare Abrüstung bis 2020 aus, wies dabei auf seinen weißrussischen Ursprung hin und die Tatsache, dass seine Heimat in dem Gebiet liege das vom Fallout des Tschernobyl-Unfalls am meisten betroffen war. Er sei in diesen Fall vierzig Jahre lang persönlich involviert gewesen. Er betonte die Tatsache, dass er 1944 geboren wurde, ein Jahr vor den Explosionen der Atombomben in Hiroshima und Nagasaki, und dass man ihm noch in der Schule beigebracht habe, „unter den Tisch zu kriechen“ wenn er „einen grellen, weißen Lichtblitz“ sehe. Er schloss mit den Worten: „Die atomare Abrüstung bis 2020 ist so wichtig, dass wir in einem Wettrennen gegen die Zeit stehen.“
Yoko Ono zeigte mit ihrer Rede, die sie „Power of the People“ betitelt hatte, dass sie schon lange Teil der Friedensbewegung ist. Sie drückte ihre Bedenken mit folgenden Worten aus: „Was können wir dagegen tun, dass sich Hiroshima und Nagasaki wiederholen und Leben auf diesem Planeten auslöschen? Das nächste Mal werden es nicht nur zwei Städte sein. Es wird die ganze Welt sein.“ Für Frau Yoko Ono spielt die Zivilgesellschaft im Zusammenhang der atomaren Abrüstung nach wie vor eine entscheidende Rolle: „Es sind wir, die jetzt gefragt sind, um etwas zu unternehmen. Es gibt keine größere Macht, auf die wir zählen können. In einem solchen historischen Moment ist es sehr wichtig, dass die Tragödie von Hiroshima und Nagasaki wieder erzählt wird; als Erinnerung daran, was der Welt passieren kann, wenn wir das Geschehene vergessen und in eine Welt der Dunkelheit zurückfallen“. Sie schloss mit einer optimistischen Nachricht, indem sie sagte: „Eines nicht allzu weit entfernten Tages werden wir uns selbst in einer Welt ohne Krieg wiederfinden, in der wir friedlich miteinander leben und Spaß haben. Lasst uns uns auf diesen Tag freuen und uns gemeinsam auf intelligente Weise engagieren, um das Wirklichkeit werden zu lassen. Eines ist klar: Wenn die gesamte Welt aufsteht und den Weltfrieden fordert, dann werden wir ihn auch bekommen“.
Zum Schluss war Bürgermeister Tadatoshi Akiba am Zug, der Präsident der Mayors for Peace, der den Besuchern für ihr Interesse und ihr Engagement für atomare Abrüstung dankte. Es war eine Gelegenheit für Bürgermeister Akiba, seine starke Verbindung mit den USA und den Menschen in den USA zu bekräftigen, die er auf der High School, als Student und während seiner akademischen Laufbahn aufgebaut hatte. Bürgermeister Akiba erwähnte auch die wachsende Zusammenarbeit mit der Unites States Conference of Mayors (USCM), der offiziellen unabhängigen Organisation von US-Städten mit mehr als 30.000 Einwohnern.
In seiner Rede zitierte er Papst Johannes Paul II., der gesagt hatte: „Sich an die Vergangenheit zu erinnern heißt, Verantwortung für die Zukunft zu übernehmen“. Er beendete seine Rede mit einem Appell, Atomwaffen bis 2020 abzuschaffen.
Außerdem waren auch der berühmte akademische Aktivist Jonathan Shell, Chris Cox, der Enkel von Richard Nixon, Jaimie Colby, Korrespondent und Moderator für den Fox News Channel und Jim Luce von der Huffington Post zu Gast.
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