Die Bürgermeister für den Frieden geben bekannt, dass im letzten Monat 32 weitere lokale Regierungen ihrem rasch wachsenden, weltweiten Netzwerk für atomare Abrüstung bis zum Jahr 2020 beigetreten sind. Mit heute insgesamt 4096 Mitgliedern in 144 Ländern und Regionen (1) wiederholen die Bürgermeister für den Frieden den dringenden Appell an alle Regierungen, unverzüglich Verhandlungen für einen Abrüstungsvertrag aufzunehmen, der die Abschaffung aller Atomwaffen bis zum Jahr 2020 vorsieht.
Eine schnell steigende Zahl von Städten hat ihre Unterstützung für die Ziele der Organisation mit Sitz in Hiroshima deutlich gemacht. Die neuesten Mitgliedsstädte liegen in Albanien (1), Kroatien (1), Frankreich (1), Deutschland (1), Griechenland (3), Irak (11), Italien (1) und Japan (13).
Das anhaltende Wachstum in Japan, angeführt von den Gründungsstädten der Organisation, Hiroshima und Nagasaki, wurde im vergangenen Monat dank der Bemühungen von Halabja, dem Schauplatz des Chemiewaffenangriffs im Jahr 1988, dicht gefolgt vom Irak. Auch viele der führenden Städte bei den Bürgermeistern für den Frieden haben stark unter der Geißel des Krieges gelitten.
UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon stellte die Wichtigkeit der Arbeit der Organisation in seiner Grußbotschaft zur internationalen Konferenz, die am 28. und 29. Juli in Hiroshima stattfand und für die die Bürgermeister für den Frieden als Sponsor auftraten, heraus. Er betonte, dass die „Mehrheit der Weltbevölkerung“ heute in Städten lebe. Wenn die Bürgermeister der Welt sich zusammenschließen, wird dann auch die Welt geeint?
Ban Ki-Moon wird der erste UN-Generalsekretär sein, der an den der Gedenkveranstaltung zum 6. August in Hiroshima teilnimmt, die den 65. Jahrestag des Atombombenabwurfs auf die Stadt markiert. Es ist zudem das erste mal, dass die USA, das einzige Land, das Atomwaffen eingesetzt hat, einen Botschafter zur Gedenkveranstaltung entsenden wird.
Während die Idee, dass Städte keine Ziele sind, zunehmend Unterstützung von lokalen Regierungen in der ganzen Welt bekommt, wurden die finanziellen Beiträge, die die Arbeit der Organisation ermöglichen, größtenteils von Städten gesammelt, die unter der Geißel des Kriegs gelitten haben. Im Juli 2010 wurden die größten finanziellen Beiträge von Ypres (Belgien), das im ersten Weltkrieg vollständig zerstört wurde, Granollers (Spanien), das im spanischen Bürgerkrieg bombardiert wurde, und Hannover (Deutschland), das im zweiten Weltkrieg das Ziel von Bombenangriffen war, geleistet. Aber auch andere Städte, die der Führung der Kampagne angehören, weiten ihre Bemühungen der Sammlung von Spenden aus. Die Führung der „Mayors for Peace 2020 Vision“-Kampagne zählt nun insgesamt 23 Mitglieder (1).
(1) Die Führung der „Mayors for Peace 2020 Vision“-Kampagne: Die 13 geschäftsführenden Mitglieder sind die Bürgermeister von Hiroshima und Nagasaki (Japan), Akron (USA), Ypres (Belgien), Biorad na Moru (Kroatien), Florenz (Italien), Granollers (Spanien); Halabja (Irak), Hannover (Deutschland), Malakoff (Frankreich), Manchester (Großbritannien), Volgograd (Russland) und Waitakere (Neuseeland). Zur Zeit sind zehn weitere Städte Teilhaber: Fremantle (Australien), Bastogne (Belgien), Fongo-Tongo (Kamerun), Matagalapa (Nicaragua), Mexiko-Stadt (Mexiko), Montevideo (Uruguay), Montreal (Kanada), Mora (Costa Rica), Rio de Janeiro (Brasilien) und Whistler (Kanada)
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