RainauJetzt 22 Bürgermeister aus dem Ostalbkreis MitgliedAuf Initiative des Mutlanger Bürgermeisters Peter Seyfried haben zwanzig Bürgermeister aus dem Ostalbkreis ihren Beitritt zum Bündnis "Mayors for Peace" (Bürgermeister für den Frieden) erklärt. Zuvor hatten schon Aalen und Ellwangen ihren Beitritt beschlossen. BM Seyfried übergab die Beitrittserklärungen an Wolfgang Schlupp-Hauck. Er wird die Beitrittserklärungen im Rahmen einer Delegation der pressehütte in New York bei der UNO dem Bürgermeister von Hiroshima überreichen wird.
Vor einem Jahr erhielt der Mutlanger Bürgermeister Peter Seyfried einen Brief aus Hiroshima. Bürgermeister Akiba lud den Symbolort ein, Mitglied bei Mayors for Peace zu werden und in dem Bündnis für eine Abschaffung aller Atomwaffen einzutreten. BM Seyfried strebte an diesen Schritt nicht alleine zu tun, sondern zusammen mit anderen Amtkollegen. Jetzt sind 20 Bürgermeister aus dem Ostalbkreis Mayors for Peace beigetreten: Abtsgmünd, Böbingen, Eschach, Heubach, Heuchlingen, Hüttlingen, Iggingen, Lorch, Mögglingen, Mutlangen, Neresheeim, Oberkochem, Rainau, Riesbuerg, Rosenberg, Ruppertshofen, Spraitbach, Täfferrot, Waldstetten, Wört.
1986 haben sich zahlreiche Städte in der "World Conference of Mayors for Peace through inter-city Solidarity" zusammengeschlossen, um gemeinsam für die totale Abschaffung aller Atomwaffen einzutreten. Zur Zeit sind an diesem "Solidaritätsprogramm" 579 Städte aus 102 Ländern und Regionen beteiligt. Mit den 22 Beitritten aus dem Ostalb-Kreis steigt die Zahl der Mitgliedsorte auf über 600.
Bei der Übergabe der Beitrittserklärungen erklärte BM Seyfried: "Als Bürgermeister einer Gemeinde, in der Atomwaffen stationiert waren, in der es zahlreiche Proteste dagegen gab und einer Gemeinde die glücklicherweise jetzt Wohnhäuser bauen kann, wo einst die Pershing II Raketen gelagert wurden, empfinde ich die Verpflichtung die Bemühungen des Bürgeremsiters aus Hiroshima um ein Verbot von Atomwaffen zu unterstützen." Schlupp-Hauck freute sich über das Engagements Seyfrieds und meinte, dass der Ostalbkreis jetzt zu einer Hochburg von Friedensbürgermeistern geworden sei. Er äußerte die Hoffnung, dass noch weitere Beitritte folgen.
Bei den nächste Woche beginnenden Verhandlungen über die Nichtverbreitung von Atomwaffen in New York legen die Vorsitzenden der "Bürgermeister für den Frieden" Akiba aus Hiroshima und Ito aus Nagasaki, die mit weiteren Amtskollegen vor den Staatsvertretern des Komitees sprechen, einen Dringlichkeitsplan vor. Darin fordern sie, den Beginn von Verhandlungen über eine Nukelarwaffenkonvention. Damit soll ein Zeitrahmen für die vor über 30 Jahren vereinbarte Abrüstungsverpflichtung für Atomwaffen festgesetzt werden. Der Dringlichkeitsplan sieht eine Verhandlungszeit von fünf Jahren vor und hat eine atomwaffenfreie Welt bis zum Jahr 2020 zum Ziel.
01.05.2005 Jetzt 22 Bürgermeister aus dem Ostalbkreis Mitglied
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